1. Juni 2016

Bei Dänen ist es schön.

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18. April 2016

Die Welt verbessern, in sechs simplen Schritten

Die Welt ist oft genug ein unfreundlicher Ort, die Leute sind ungeduldig und gestresst, gerade hier, obwohl es uns doch besonders gut gehen sollte, in einem der reichsten und saubersten und sichersten Länder überhaupt. Nun muss man kein selbstloser Askete, kein Entwicklungshelfer oder Millardenmäzen sein, um etwas zu verbessern. Es reichen ganz simple Dinge, um unser kleines Dasein ein wenig freundlicher zu gestalten. Und frei nach dem kategorischen Imperativ respektive dem Reziprozitätsprinzip kommt am Ende alles Gute, das man aussendet, auch irgendwie zurück. Hier in diesem Sinne: Fünf Anleitungen zum Glücklichsein.

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Hilf orientierungslosen Touristen.
Paare, die verzweifelt abwechselnd auf Google Maps und die umgebenden Häuser starren. Verloren dreinblickende Gruppen mit Reiseführern und Karten: Ich sehe fast jedes Mal, wenn ich in der Stadt bin, Touristen, die Hilfe brauchen könnten. Natürlich fänden sie am Ende den Weg vermutlich auch selbst, und viele wollen auch gar keinen Rat – aber was kostet es, sie kurz zu fragen, ob man weiterhelfen kann? Vor Jahren war ich in Hamburg; dort konnten wir kaum stehen bleiben, ohne dass uns Hilfe angeboten wurde. Wir behielten dies besonders schön in Erinnerung, es stellte die ganze Stadt in ein freundliches Licht. Wenn es nur einem Bern-Touristen dank mir ebenso ergeht, ist das doch schon ein grosser Schritt. Also: Do you need help?

Lass Leuten den Vortritt.
Im Coop oder Migros an der Kasse anstehen, scheint manche Leute in den Wahnsinn zu treiben. Sie verwandeln sich in kleine, bittere, egoistische Monster. Solche Nervensägen sollte man mit Liebe ersticken – und sie beispielsweise demonstrativ vorlassen, wenn man genug Zeit hat. Nichts entwaffnet so machtvoll wie eine unerwartete Freundlichkeit im richtigen Moment. Dass man ältere Leute im Tram sitzen lässt und Platz macht für Eltern mit Kinderwagen, versteht sich von selbst. Ah nein, leider nicht. Also: Ab und zu vom Handy aufgucken und den Platz freimachen, falls irgendjemand den Bus betritt, der gerade weniger gut zwäg oder gestresster scheint als man selber.

Bedank dich für Einladungen.
Feste sind schön – und aufwändig für den Gastgeber. Abendesseneinladungen keine Selbstverständlichkeit. Schon ein Kaffee am Nachmittag bei jemandem Daheim ist doch was Nettes. Ebenso höflich und aufmerksam ist es, sich am nächsten Tag kurz für den schönen Abend, das gute Essen, das lustige Fest zu bedanken (allenfalls sogar handschriftlich, siehe Punkt 6, aber ein SMS tuts auch). Ich vergesse es manchmal, aber ich bemühe mich wirklich. Weil es mich umgekehrt ebenso freut.

Gib Trinkgeld.
Ach, es ist ein leidiges Thema, und eigentlich mag ich gar nichts mehr dazu schreiben, weil es mich selber nervt. Als Faustregel gilt: Bei jeder Dienstleistung, die zu wenig gut entlöhnt wird, also z.B. auch bei Kosmetikerinnen und Coiffeuren, aufrunden. Die Leute im Service freuen sich schon über ein 20i, sagte mir kürzlich ein Kollege, der früher mal in einer Beiz arbeitete. (Kein Trinkgeld gibts aber von mir, wenn ein einziges Getränk genau 6 Franken kostet, ich es selber an der Bar abhole, einen 10er gebe und mich der Kellner, wie kürzlich hier im Breitsch passiert, erwartungsvoll ansieht mit den Worten: “Wolltest du noch etwas sagen?” – Nein, wollte ich nicht.) Aber normalerweise: grosszügig sein!

Schreib Karten.
Man sollte nicht über Facebook zum Geburtstag gratulieren. Dann kann man es eigentlich gleich lassen. Schöner ist es, den wichtigen Leuten im Leben handschriftlich zu gratulieren, schöne Weihnachten zu wünschen oder aus den Ferien zu schreiben. Macht heute ja kaum mehr jemand und ist gerade deshalb eine schöne Überraschung.

Biete Handwerkern in deinem Haus einen Kaffee an.
Egal ob Heizungsmonteur, Gärtner oder Elektriker: Wenn man einen Handwerker im Haus hat, sollte man ihm einen Kaffee anbieten. Das kostet dich kaum mehr, als vielleicht schnell etwas Zeit; und der Mann/die Frau spart sich den Gang in ein Restaurant, wo er mindestens 4 Franken auf den Tisch blättert. Er ist ja nicht im Büro und kann schnell den Gang hinunter selber eins holen.

Hab ich was vergessen? Was sind eure Freundlichkeits-Hacks im Alltag? Ist euch selbst mal etwas unverhofft Nettes passiert? Ich freue mich über Kommentare. Sie machen meine eigene kleine Welt ein wenig besser.

(Foto: Caramell)


15. März 2016

Marie Kondo für Fortgeschrittene

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Foto: Nicole Markwald (Parade.com)

Seit ein paar Tagen falte ich jedes noch so kleine Papierschnipsel und lege es ins Altpapier. Ich schleppe mehrere Stofftaschen mit mir herum, man weiss ja nie; angebotene Plastiksäcke weise ich empört von mir. Und ich bringe es überhaupt kaum übers Herz, etwas in den Müll zu schmeissen (obwohl ich das laut Marie Kondo ja eigentlich sollte). Schuld ist Bea Johnson. Meine Freundin N. hat mich auf sie aufmerksam gemacht, und jetzt bin ich angefixt. Frau Bea lebt praktisch müllfrei. In einem ganzen Jahr hat ihre vierköpfige Familie gerade mal ein Konfiglas mit Abfall gefüllt (wir füllen jede Woche einen 35-Liter-Sack). Warum mich das so beeindruckt? Glaubs auch, weil sie nicht so Side-Wulle-Bast ist, wie man hier sagt, überhaupt kein Hippie, sondern eine wahnsinnig geschmackvolle (und aufgeräumte!) Wohnung hat und es überhaupt nicht so scheint, als würde sie auf irgendwas verzichten (und darum geht es uns verwöhnten Yuppies ja letztlich immer, wenn wir Umweltschutz machen: Ist schon gut, aber bitte ohne Verzicht!) Hier das Video, das mich seit Tagen verfolgt. Ich will auch weniger Müll (resp. ich will auch so eine aufgeräumte Wohnung).


15. Februar 2016

Super Sachen

 

(Teil 1 der ungeniert konsumistischen Serie “Super Sachen” hier.)

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11. Die TV-Serie “Fargo”. Oh, ich weiss, es nervt langsam, überall Serientipps Serientipps Serientipps, man muss ja heute Serienfan sein, sonst ist man nicht mehr dabei. Aber echt jetzt: “Fargo” ist grosse Klasse, wir sind jetzt bei Staffel 2, und sie ist wieder grossartig, sodass ich machmal wegschauen muss, weil die Leute so blödes Zeug tun, man will sie anschreien: “Tu das nicht! Es wird nicht gut enden!”. Zudem sieht hier Kirsten Dunst endlich mal so aus, wie ich sie eigentlich immer fand, nämlich eine albackene Trulla, aber eine hervorragende Schauspielerin ist sie schon.

Bildschirmfoto 2016-02-15 um 09.35.2812. Everlane. Es ist ja immer blöd mit Zoll und Rücksendung, wenn man was aus den USA bestellt, aber hier lohnt es sich. Everlane hat so schöne Basics und so eine überzeugende Marketingstrategie Philosophie (radical transparency). Top. (aber Achtung, am besten alles eine Nummer kleiner bestellen, die Amerikaner …)

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13. Abschmink-Pads von JemakoAbschminken scheisst so an. Grad neulich hat mir wieder mal ein Visagist eingebläut, wie wichtig das sei. Zum guten Glück hat mir meine Mutter irgendwann mal diese Mikrofaser-Abschminkpads geschenkt. Jemako ist ja so eine Party-Marke wie Tupperware, also ein bisschen suspekt. Aber die Dinger sind einfach der Hit. Entfernen mühelos (klingt wie in der Werbung, gell? Ists ja auch) jegliches (auch Augen-)Make-up, man kann sie waschen und immer wieder verwenden. Braucht also weniger Wätteli und keinerlei Mitteli. Ich schwöre auf die. (Yeah.)

320px_Maki_v_Avocado14. Avocado-Sushi 
Im Berner Bahnhof (und weiss nicht wo sonst) hat die Sushi-Kette Yoojis einen Ableger. Es gibt dort sehr feine Avocado-Maki. Und gesund sind die ja auch noch. Tipptopper Fastfood!

Version Retocada15. Weingläser aus Spanien. So elegant. Und wenn man nicht Zeit hat, um mal eben über Nacht nach San Sebastian zu fahren, um Badehosen und Gläser zu kaufen, wie wir das vor Jahren einmal in einem Anflug von überbordender Romantik taten, hach, findet man die z.B. hier bei Zara Home. So elegant. (In der Schweiz gibts Zara Home z.B. in Genf. Kann man ein schönes Ausflügli machen und noch gleich bei COS vorbei …).

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16. … und bei COS diesen Pulli kaufen. Seitdem ich den habe, trage ich ihn praktisch jeden Tag. Es ist der perfekte Pulli. Aber Achtung: Ich trage normalerweise 36-38 (S-M), habe aber auf Rat der freundlichen Verkäuferin (die sind so freundlich bei COS!) XS gekauft. Sonst wirds schnell sackig. Ein bisschen ist ja erwünscht, aber nicht zu.

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17. Jumi-Burger. In der Stadt Bern darf man ja anscheinend keine Beiz mehr eröffnen, in der nicht irgendwas von Jumi auf der Karte steht. Das nervt mich natürlich, aber ich muss leider gestehen: Die machen wirklich auch feine Sachen. Neulich hatten wir bei Freunden die Jumi-Burger zum Znacht (gekauft an dem völlig überdimensionierten, peppigen Stand auf dem Münstergass-Märit, wo sie einen auch noch so anbiedernd duzen, also … Aber ich höre jetzt auf.). Sie sind so gut! Und man kann sie sich (wenn man die Geduld hat, so lange zu warten) einzeln vakuumieren lassen und dann einfrieren. Schon hat man wieder super Fast Food.

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18. Das Bett Trinatura-Muna von Pfister 
Wir brauchen ein neues Bett. So romantisch unser 140er-Maträtzli auch ist, langsam wärs mal Zeit für mehr Platz, gerade mit Bébé. Wie üblich, wenn ich irgendwas suche, gefällt mir aber immer nur ausgerechnet das Teuerste, es ist glaubs ein Naturgesetz. Aber ich finds drum einfach sooo gruusig, wenn Betten so fette Pfosten haben, wie das anscheinend in ist in der Interio-Welt momentan. Und ich will einmal im Leben so ein Kopfbrett (Stichwort: Begrenzen! Sorgt für wohlige Geborgenheit. Das macht man bei den Babys auch.) (Das wäre wohl ein Job für die Geschmackssuperheldinnen von Ditomag: Schöne, bezahlbare Betten suchen!)

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19. Diese Kürbis-Tortelloni aus der Migros
Mann, die Andere ernährt sich ja wohl nur von Fertigfood! Das denkt ihr vermutlich langsam. Und ihr habt recht. Ehrlich gesagt habe ich nicht oft die Zeit, richtig zu kochen, also gibts nicht selten so was. Ich bin aber Gutgenugistin, deshalb ist das völlig okay. Und bei diesen Tortelloni eh (wann habt ihr das letzte Mal Tortelloni selbst gemacht? Äbe.) Die schmecken so schön süss wie in Italien, das erinnert mich an unsere Ferien, hach.

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20. Das Kochbuch “Die klassische italienische Küche” von Marcella Hazan.
Von wegen nur Fertigfood. Manchmal koche ich schon richtig. Und deshalb weiss ich: In diesem Buch hats das beste Rezept für Ragù alla Bolognese. Und wenn ihr meint, dass ihr das schon selber könnt: probiert dieses Rezept aus. Die meisten anderen Rezepte werde ich wohl niemals nachkochen (so ist das mit den Kochbüchern). Aber es lohnt sich für die anderen paar. (Bild vom “Magazin“.)


5. Februar 2016

It’s Rockette Science!

Ich mach da was Neues. Das geht so:

P1070526Unter Musikkritikern scheint ein unausgesprochener Konsens zu herrschen, was man gut finden muss und was zu geringschätzen ist.

Uns ist das zu eng. Wir brauchen mehr Space.

Jedenfalls gibt es jetzt Rockette.

Wir (5 Schreiberinnen) lieben Geschichten über Pop, Rock, Country, Schlager; wir lieben Veraltetes, Neues, Verpöntes. Oder auch nicht. Wir schreiben hemmungslos über das, was wir mögen oder hassen, wir plaudern darüber, was uns zum Weinen bringt oder uns zur Bierflasche greifen lässt, wir benehmen uns vielleicht auch mal daneben.

Konzertberichte, Albumkritiken, Interviews, Verrisse und Herzblut-Rubriken finden sich ab nächsten Montag auf www.rockette.space

Man kann jetzt schon den Newsletter abonnieren! Go!

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3. Februar 2016

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21. Januar 2016

Lied des Tages

Früher dachte ich ungefähr, Bruce Springsteen habe zwei Lieder, “Born in the USA” und “Streets of Philadelphia”, und ein Springsteen-Konzert würde wahrscheinlich aus dem abwechselnden Spielen dieser beiden Lieder und eines abschliessenden Medleys daraus bestehen (gell, Flo?). Dann verliebte ich Banausin mich in einen Springsteen-Afficionado (hihi), und lernte die wahre, rohe Kunst dieses Musikarbeiters kennen. Der Mann kann Sehnsüchte beschreiben und ein romantisches Amerika hinaufbeschwören, das es wahrscheinlich gar nie so gab, aber so ist das halt mit der Romantik. Hach! Eines meiner Lieblingslieder – bald nach “Atlantic City” (“So put on your stockin’s / ’cause the night’s getting’ cold / and maybe everything dies / That’s a fact but maybe everything that dies / Someday comes back”) – ist das vielgecoverte (Johnny Cash!) “I’m on Fire”. Hier eine schöne, zarte Version für euch, hört viel Musik, es hilft.